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LinkedIn Social Media Marketing

LinkedIn Marketing – Der umfassende Leitfaden

von Tilo Kmieckowiak am 05. Juli 2018

Immer wieder fällt es Social-Media-Marketern schwer, die richtigen Leute zur richtigen Zeit zu finden. Für den B2B-Bereich kann LinkedIn ein sehr hilfreicher Social-Media-Kanal sein, denn viele ideale Kunden tummeln sich wahrscheinlich auf der Karriereplattform. Und während XING in den deutschsprachigen Märkten weiterhin der Platzhirsch ist, kommt LinkedIn beispielsweise in Deutschland schon auf über 10 Millionen Nutzer und hat weltweit die 500-Millionen-Marke überschritten.

Marketing auf LinkedIn kann schwierig sein. Mitglieder in Gruppen sind häufig skeptisch. Darüber hinaus sind die CPC bei bezahlten LinkedIn-Kampagnen recht hoch. Aber sind wir hier, um uns zu beschweren? Natürlich nicht! Starten wir gemeinsam ins LinkedIn-Universum, denn es bietet viele lohnenswerte Werkzeuge für Marketer!

LinkedIn Marketing Strategy

Branding auf LinkedIn

Am Ende ist es egal, ob man LinkedIn mit einem persönlichen Profil oder mit einer Firmenseite beitreten. Sobald man sich registrieren, positionieren man sich als Marke. Eine Marke, bei der sehr stark beeinflusst werden kann, wie diese wahrgenommen wird. Hier sind zwei Hauptpunkte, die es sich zu konzentrieren lohnt:

1. Zeige deine Vision!Personen, die Unternehmensprofilen folgen, zeigen ihr Interesse an dem Unternehmen oder der Marke, die du positionieren möchtest. Hier gibt es die großartige Möglichkeit, nicht nur Blogposts zu teilen, sondern auch die Vision nach außen zu kommunizieren und zu zeigen, worum es bei der Marke geht.

2. Halte durch und gestalte deinen Auftritt professionell!Die Ergebnisse werden am Anfang nicht überraschend gut sein, das ist fast sicher. Zunächst muss erstmal einiges an Aufbauleistung erbracht werden. Verwenden Sie für eine bessere Content-Planung ein Tool wie Buffer oder Swat.io, mit dem Sie Inhalte im Voraus erstellen können.

Außerdem ist bei LinkedIn besonders eine professionelle Gestaltung der Unternehmensseite wichtig. Die verwendeten Grafiken sollten deshalb den vorgegebenen Maßen unbedingt entsprechen.

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3. Vergiss’ die Nischen nicht!

Gerade größere Unternehmen mit Multiproduktstrategien sollten nicht vergessen, ihre Inhalte geschickt auf einzelne Nischen zuzuschneiden. So spricht man die passenden Interessenten gezielter an. Mit “Verticals”, also themen- oder produktspezifischen Unternehmensprofilen, kann man dies erreichen.

Tipp: LinkedIn hat im letzten Jahr übrigens die Top 10 Company Pages of 2017 gekürt. Darunter befinden sich beispielsweise Nike und HP.

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Employee Advocacy

Social Proof ist ein mächtiges Werkzeug. Von Mitarbeitern gepostete Inhalte werden häufig als sehr glaubwürdig eingeschätzt. Studien zeigen die positiven Effekte davon. Darüber hinaus haben vor allem kundenorientierte Teams wie Sales oder Marketing ein wertvolles Netzwerk über die Jahre ihrer Karriere heranwachsen lassen. Einige größere, manche kleinere, aber jeder erreicht mindestens eine Handvoll Leute. Employee Advocacy macht davon Gebrauch.

Inhalte von deinem Team

Auf LinkedIn können auch längere Inhalte geteilt werden, die Blog-Posts ähnlich sind, nämlich sogenannte LinkedIn Pulse-Artikel. Hier gibt es ein Beispiel dazu.Durch diesen Ansatz lassen sich ausführlichere Information zum Beispiel zu neuen Produktfeatures teilen. Die Pulse-Artikel bieten auch die Möglichkeit, dass einzelne Kollegen Inhalte aus ihrer Perspektive interpretieren und somit einen hilfreichen Mehrwert für andere Menschen aus ihrem Bereich schaffen. Dies erreicht darüber hinaus auch User, die noch nicht den deinen Newsletter erhalten oder den Kanälen des Unternehmens noch nicht folgen. Zweitens positionieren sich die einzelnen Mitarbeiter als Experten im Markt, was auch einen Vorteil in der Außenwahrnehmung für das ganze Unternehmen schafft.

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Eine Studie hat außerdem gezeigt, dass von Mitarbeitern geteilte Inhalte im Durschnitt bis zu achtmal mehr Interaktionen erhalten können.

"Please show some love"

Dieser Ansatz versucht, die Netzwerke der einzelnen Mitarbeiter weiter zu nutzen, um die Verbreitung der Inhalte anzukurbeln. Letztlich bedeutet das: Fordere deine Kollegen auf, ihre LinkedIn-Inhalte gegenseitig zu teilen und mit ihnen zu interagieren. Weitere Likes, Kommentare oder Shares zeigen dem LinkedIn-Algorithmus, dass die Posts Interesse wecken, woraufhin dieser die Verbreitung der Inhalte begünstigt.

Tipp: Schließen Sie das Teilen von Inhalten durch Kollegen bereits in Ihre Content-Strategie mit ein.

LinkedIn Gruppen

Nimmst du aktiv an LinkedIn Gruppen teil? Wenn nicht, könnte es an der Zeit sein, von jetzt an jede Woche eine oder zwei Stunden zu investieren, um in Gruppen zu interagieren. Dort finden sich nämlich viele engagierte Menschen, die sich sehr für ein bestimmtes Thema interessieren. Wenn man dort mit guten Beiträgen glänzt, kann man schnell einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen, ohne werblich zu wirken.

LinkedIn Marketing-Tipp: Seien Sie vorsichtig mit Ansätzen, die zum Ziel haben, Aufmerksamkeit zu kaufen. Gerade in Gruppen, wo es sehr auf Glaubwürdigkeit ankommt, kann dies schnell zur Fehlzündung werden.

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1 zu 1 Marketing

Manchmal lohnen sich Ansätze besonders, die nicht skalierbar sind. 1 zu 1 Marketing gehört sicherlich dazu! Dieser sehr zielgerichtete Ansatz kann nicht automatisiert werden und benötigt viel Aufmerksamkeit, kann sich aber durch das hohe Maß an Persönlichkeit auszahlen.Wenn man mit Menschen kommuniziert, sollte man sich stets in das potentielles Gegenüber hinein versetzen. Möchten man kontaktiert werden, um ein Tool zu testen? Wahrscheinlich nicht! Würdest du eine persönliche Webinar-Einladung zu einem interessanten Thema besser wahrnehmen? Wahrscheinlich ja. Im Beispiel kann man sehen, wie im Kommentar eine relevante Person aus dem Netzwerk verlinkt wird.

Wenn es darum geht, mehr individuelle Austausche zu ermöglichen, geht es immer um den Tonalität, den Inhalt und die Verbindung zur Person. Hier sollte man sich bemühen, die Aktivitäten und Interessen der Personen zu erforschen, um erfolgreich zu sein!

Messung der Ergebnisse

Eine letzte Empfehlung ist, die Auswirkungen der LinkedIn-Marketingaktivitäten genau zu überwachen. Am Ende sollte man nicht im Trüben fischen, sondern stattdessen darauf setzen, Zeit und Geld für aufgrund von validen datengestützten Erkenntnissen zu investieren.

Messung der Ergebnisse

Eine letzte Empfehlung ist, die Auswirkungen der LinkedIn-Marketingaktivitäten genau zu überwachen. Am Ende sollte man nicht im Trüben fischen, sondern stattdessen darauf setzen, Zeit und Geld für aufgrund von validen datengestützten Erkenntnissen zu investieren.

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LinkedIn bietet bereits einige gute Möglichkeiten, die Effektivität der veröffentlichten Inhalte zu messen. Auf der Unternehmensseite kann man unter “Analytics” einige wichtige Kennzahlen wie Impressionen, Klicks oder Engagement sehen. Außerdem gibt es hilfreiche Information darüber, welche Berufe oder welche Seniorität eure Seitenbesucher haben.

Außerdem gibt es weitere hilfreiche Tools, mit denen man LinkedIn Analytics noch einen Schritt weiter führen kann.

Chancen auf LinkedIn nutzen!

LinkedIn hat in diesem Jahr die Marke von einer halben Milliarden Nutzern überschritten und gewinnt auch in den deutschsprachigen Regionen immer mehr an Bedeutung. Diese Potential gilt es zu nutzen, um relevante Kontakte zu knüpfen und das Social-B2B-Marketing voranzutreiben! Dabei gilt: Sei persönlich, motiviere deine Kollegen zur Mithilfe und mache auch mal Dinge, die sich nicht automatisieren oder gut skalieren lassen. Es kann sich lohnen!

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Tilo Kmieckowiak

Tilo is part of the communications team at quintly. His focus lies on product communication and data storytelling. He also manages all marketing and PR activities in the US and the German speaking markets. With his academic background in both political science and marketing, he creates all our political analyses on the blog, covering events like the US elections in 2016. His work has been shared by WIRED Germany and The Guardian besides others.

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